Zappa Meets Schubert

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Zappa meets Schubert: Frank beim Shakehands mit Dr. E. Busek

Adabei
Kronenzeitung, 78-02-05


Selbst Frank Zappa, heute bereits eine Rock-Legende und als Poster – mit herabgelassener Hose auf dem Klo – ein echtes Dokument der Hippie-Ära, fand die Nacht "groovy" – leiwand.

Dabei dürfte es Frank wirklich zum ersten Mal passiert sein, daß man ihm nach einem Stadthallenkonzert mit 7000 Fans hinterher Schubert ins Ohr geigt. Das war beim traditionellen Gschnas der honorigen Kollegen von der "Presse" der Fall. Denn einmal im Jahr lassen die eine Stripperin aus der "Moulin Rouge" auf ihren blechernen Tischen in der Setzerei splittern bis kein Fetzerl Stoff mehr da ist, Zauberer und Gaukler anrücken. Streuen Kultur dazwischen und würzen mit einem Popstar wie Zappa.

Der rückte mit einem kaffeebraunen "Gorilla" an, der demonstrativ einen kleinen Totschläger aus der Hosentasche lugen ließ, den Schädel wie Kojak kahlgeschoren hatte. Aus gutem Grund, denn er pflegt seine brennenden Zigaretten hinters Ohr zu klemmen, um die Hände frei für Karateschläge zu haben.

Die Gschnas-Prominenz, die Herausgeber Dr. Otto Schulmeister, Chefredakteur Dr. Thomas Chorherr und Geschäftsführer Johann P. Fritz begrüßten, reichte von Spitzenpolitikern wie VP-Chef Dr. Josef Taus, Bundeskammerpräsident Ing. Rudolf Sallinger, dem schwarzen Mediensprecher Dr. Heribert Steinbauer und dem roten "Medien-Charly", SP-Zentralsekretär Karl Blecha – im Original-Mao-Look – bis zur Burgheroine Annemarie Düringer, Teamchef Helmut "Seki" Senekowitsch und Österreichs UNO-Botschafter Dr. Peter Jankowitsch.

Wiens VP-Chef Dr. Erhard Busek trat als Schubert-Franzl auf und schüttelte Frank Zappa, der nicht recht wußte, weshalb, die Hand. Immerhin, der weltberühmte Bartträger stieg hinterher auf einen Setzereitisch und schmetterte sein ordinärstes Lied ins Mikro: "God, I am the American dream, the handsome son of a bitch ..."

Das allerdings verpassten die schwarzen Riesen Taus und Sallinger. Die hatten sich schon angesichts der "Moulin Rouge"-Stripperin zur Gulaschsuppe verzogen. Auch wenn Präsident Sallinger hinterher bedauerte: "Jessas, jetzt hab i wieder die Nackerte verpaßt!"

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